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Anforderungen und Aufgaben

“The delicate balance of mentoring someone is not creating them in your own image,
but giving them the opportunity to create themselves.”

– Steven Spielberg

Anforderungen an WEICHENSTELLUNGS-Mentorinnen und -Mentoren

Die studentischen Mentor/innen begleiten ihre Mentees im Alter zwischen 18 und 25 Jahren während der ersten beiden Jahre der dualen Ausbildung.

Die Mentoringeinheiten von je 1,5 Stunden finden dabei wöchentlich statt, Ort und Zeit werden individuell von den Mentoring-Tandems vereinbart. Im Rahmen der Mentoringtreffen fördern die Studierenden ihre Mentees individuell in folgenden Förderschwerpunkten:

  • Förderung (berufs-)sprachlicher Kompetenzen
  • Förderung fachlicher Kompetenzen
  • Förderung interkultureller Kompetenzen
  • Unterstützung in beruflichen und lebensweltlichen Konfliktsituationen
  • Vermittlung von Problemlöse- und Lernstrategien
  • Vermittlung von gesellschaftlichen Normen und Werten

In den Schulferien sind Treffen optional.

Darüber hinaus treffen sich Mentor/in und Mentee einmal im Monat für 2 Stunden im Rahmen des Kulturprogramms. Das Kulturprogramm wird von der Projektleitung koordiniert und ermöglicht den Mentoringtandems unter anderem den Besuch von Kultureinrichtungen, Veranstaltungen oder die Teilnahme an Freizeitaktivitäten.

Den Mentor/innen stehen über die gesamte Laufzeit des Projekts die Projektkoordinatoren als persönliche Ansprechpartner zur Seite. Die Studierenden werden dabei bei Schwierigkeiten in der Patenschaft unterstützt und bei spezifischen Problemfällen an entsprechende externe Fachkräfte vermittelt.

Über die Dauer des Projekts werden die Mentor/innen als studentische Hilfskräfte am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung beschäftigt und erhalten so eine Aufwandsentschädigung.

Mentoring-Konzept und Hintergründe

Mentoring als beziehungsorientiertes Lehr-Lern-Instrument hat die Aufgabe, gemeinsam im Mentoringtandem Ziele zu entwickeln und zu erreichen. Anders als bei verwandten Konzepten wie dem Coaching kommt der Beziehung zwischen Mentor/in und Mentee eine Schlüsselrolle in der Zielerreichung zu.

Mentoring erfüllt dabei stets eine Reihe von Funktionen, die je nach Ausgestaltung des Projekts in verschiedener Intensität ausgeprägt sind:

  • Lehren
  • Beraten
  • Bestärken
  • Beziehung aufbauen
  • Unterstützen
  • Integrieren

WEICHENSTELLUNG für Ausbildung und Beruf baut auf dem Modell des Jugendmentorings nach Jean Rhodes (2005) auf, welches die positiven Auswirkungen auf die betreuten Jugendlichen in den Bereichen sozial-emotionale Entwicklung, kognitive Entwicklung und Identitätsentwicklung verortet sieht.

 

(Kirchhöfer, 2019)

 

Ausgehend von dieser Konzeption werden im Rahmen des Projekts WEICHENSTELLUNG für Ausbildung und Beruf Förderbereiche definiert, die auf die realen Problemstellungen der Zielgruppe zugeschnitten sind.

 


Quellen

[1] Bryson, J. (2001); Effective Mentoring Manual. London: Pearson Education Limited

[2] Colley, H. (2003).Mentoring for social inclusion. London: RoutledgeFalmer

[3] Rhodes, J.E. (2005). A Model of Youth Mentoring. In DuBois, D.L., Karcher, M.J.: Handbook of youth mentoring. Thousand Oaks: Sage Publications

[4] Ehlers, J. (2007). Mentoring im Prozess der Berufsorientierung. In Ehlers, J., Kruse, N. (Hrsg.) Jugend-Mentoring in Deutschland, S.13-142. Norderstedt: Books on Demand

[5] Hobson, A.J. (2012). Fostering Face-to-Face Mentoring and Coaching. In Fletcher, S.J. & Mullen, C.A. (Hrsg.). The SAGE Handbook of Mentoring and Coaching in Education. London: Sage Publications;

[6] Lorenzen; J.-M. (2017). Integration durch Mentoring. Weinheim Basel: Beltz